Sollte während einer Verkehrskontrolle mittels Blutkontrolle oder Unrinkontrolle ein Drogenkonsum nachgewiesen werden, droht nicht nur eine Strafanzeige und der Führerscheinverlust, es muss durch eine medizinisch psychologische Untersuchung auch die Fahreignung nachgewiesen werden, um überhaut noch einmal den Führerschein wieder zubekommen. Nach einem Drogenkonsum muss auch eine Abstinenz bzw. Drogenfreiheit über einen langen Zeitraum belegt werden.
Drogenscreening
Alkoholabstinenz für das MPU Gutachten nachweisen
Sollte eine MPU wegen wiederholter Trunkenheitsfahrten oder auch wegen einer einmaligen Fahrt unter Alkohol (mit mehr als 1,6 Promille) von der Führerscheinstelle angeordnet werden, so muss während der medizinisch psychologischen Untersuchung nachgewiesen werden, dass kein übermäßiger Alkoholkonsum vorliegt.
MPU Anordung wegen Cannabis
Eine MPU wegen Cannabis angeordnet zu bekommen, ist in Deutschland schon lange keine Seltenheit mehr. Genauer genommen wird jede zweite MPU wegen Drogenmissbrauch veranlasst. Statistiken zufolge nimmt die Häufigkeit der Fälle sogar stark zu. Im Vergleich zu anderen Vergehen, aufgrund derer eine medizinisch-psychologische Untersuchung angeordnet wird, haben Menschen die wegen Cannabis und anderen Drogen in diese Pflicht geraten, nur sehr wenig Spielraum.
MPU und Leberwerte – sie können für ein positives MPU-Gutachten entscheidend sein
Sollten sie aufgrund Trunkenheit am Steuer von der Polizei angehalten worden sein und ihren Führerschein verloren haben, weil sie mehr als 1,6 Promille Alkohol vorwiesen, ist eine MPU vorprogrammiert. Gerade nach Alkoholdelikten sind die Leberwerte für die medizinische Untersuchung sehr aussagekräftig. Anhand der Leberwerte kann sich der MPU Gutachter ein Bild von der Trinkgewohnheit machen bzw. eine Alkoholabhängigkeit ausschließen. Denn nicht jeder, der mit 1,6 Promille Alkohol von der Polizei „erwischt wird“ ist zwangsläufig alkoholabhängig. Wobei gesagt werden muss, dass der Verdacht sehr nahe liegt. Um dies eindeutig belegen / entkräften zu können, müssen die Leberwerte untersucht und analysiert werden.
Haaranalyse für die MPU aufgrund von Drogenkonsum erforderlich
Wenn aufgrund eines Drogenkonsums ein MPU-Gutachten angefordert wird. Muss zusätzlich zur medizinischen Untersuchung auch ein Drogenscreening durchgeführt werden. Denn nur so kann sich die Fahrerlaubnisbehörde davon überzeugen, ob ein Drogenkonsum vorliegt bzw. eine „Drogenfreiheit“ festgestellt werden. Mit Hilfe einer forensischen Haaranalyse kann die Einnahme von Alkohol, Medikamente und illegalen Drogen wie Cannabis, Ecstasy, Kokain und Heroin nachgewiesen werden.
